Programm 2017

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Donnerstag, 23.11.2017

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08.30 - 09.00 Empfang / Check-In / Kaffeepause
Kaffeepause
09.00 - 09.30 Begrüßung im Foyer
  • Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen, TU Dortmund / FGW-Kollegium
09.30 - 13.00 Parallele Panels der Themenbereiche des FGW
(Pause 11.00 - 11.30 Uhr)
  • Digitalisierung von Arbeit
    „Neue räumliche Arbeitsstrukturen durch Digitalisierung – Urbane Produktion und Coworking“
    Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Gestaltung räumlicher Arbeitsstrukturen. Hier zeichnen sich einerseits mögliche Veränderungen im Hinblick auf die Lage von Produktionsstandorten ab und zum anderen eröffnen sich Möglichkeiten des orts- und zeitflexiblen Arbeitens. Zu Beginn werden Zwischenergebnisse zweier FGW-geförderter Forschungsprojekte zum Thema vorgestellt:
    • Prof. Dr. Martina Fuchs (Universität zu Köln): „Urbane Produktion – Dynamisierung stadtregionaler Arbeitsmärkte durch Digitalisierung und Industrie 4.0?“
    • Dr. Rüdiger Klatt / David Hawig (fiap Gelsenkirchen): „Potentiale und Risiken von Coworking-Modellen für Berufspendler_innen, diskontinuierlich Beschäftigte und Personen mit familiärer Verantwortung“
    Im Anschluss wird es an 5 Thementischen die Gelegenheit geben mit den Projektdurchführenden spezifische Fragestellungen zu diskutieren und zu vertiefen. Die Moderation der Thementische wird übernommen durch die Projektnehmer_innen: Prof. Dr. Martina Fuchs, Hans-Christian Busch (UzK), Caroline Mühl (RWTH Aachen), Dr. Rüdiger Klatt, David Hawig (fiap).
    Zum Schluss wird ein knapper Einblick in die Diskussionen der jeweils anderen Thementische gegeben werden.
  • Netzwerk Arbeitsforschung NRW
    „Arbeitsforschung in Zeiten der Partikularisierung“
    Im Frühjahr 2017 wurde das Netzwerk Arbeitsforschung NRW unter Beteiligung des FGW, dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) aus Duisburg, dem Institut Arbeit und Technik (IAT) aus Gelsenkirchen und der Sozialforschungsstelle Dortmund gegründet. Beim NRW-Dialogforum 2017 stellt sich das Netzwerk thematisch, organisatorisch und personell der interessierten Öffentlichkeit vor. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion greift das Netzwerk das Leitmotiv der FGW-Jahrestagung auf. Herr Prof. Josef Hilbert, geschäftsführender Direktor am Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen, Frau Ellen Hilf, stellvertretende Direktorin der Sozialforschungsstelle Dortmund und Frau Prof. Ute Klammer, geschäftsführende Direktorin am Institut für Arbeit und Qualifikation in Duisburg, diskutieren über „Arbeitsforschung in Zeiten der Partikularisierung“. Dabei werden die Möglichkeiten und Grenzen individueller und kollektiver Interessenvertretung von Beschäftigten nicht nur aber auch im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Arbeitskontexten erörtert. Zugleich wird diskutiert, mit welchen Herausforderungen sich die Arbeitsforschung gegenwärtig selbst konfrontiert sieht und welche Chancen und Grenzen der wissenschaftlichen Kooperation in diesem Bereich bestehen.
    Die Diskussion wird von Herrn Prof. Heiner Minssen moderiert, dem für das Netzwerk verantwortlichen Kollegiumsmitglied des FGW.
  • Integrierende Stadtentwicklung
    Das sechste Dialogforum des Themenbereichs Integrierende Stadtentwicklung (ISE) fokussiert zivilgesellschaftliche Initiativen (z. B. Initiativen mit Geflüchteten, Gartenprojekte, Kunst-/Theaterprojekte, Stadtteilinitiativen, Bürgerstammtische), welche gesellschaftliche Bedarfe aufspüren und tagtäglich in informellen Zusammenhängen auch ohne vorherigen Masterplan konkret zu einem Thema arbeiten. Sie leisten einen Beitrag zu sozialem Zusammenhalt und ermöglichen die Partizipation Vieler an gesellschaftlicher Entwicklung. Zur Teilnahme eingeladen sind insbesondere Mitwirkende in Initiativen sowie interessierte Vertreter_innen von Institutionen, die bereits mit lokalen Initiativen zusammenarbeiten (z. B. soziale Träger, Verbände, Wohnungsbauunternehmen, Stiftungen) oder an einer Zusammenarbeit interessiert sind.
    Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Heike Herrmann (Leitung Themenbereich ISE/ HS Fulda) stellen Dr. Jana Trumann und Marion Arens die Ergebnisse des vom FGW geförderten Projekts „Leben und Lernen in selbstinitiierten urbanen Handlungsräumen“ vor, in dem Gemeinschaftsprojekte in Essen im Hinblick auf die Chancen sozialer Integration und gesellschaftlicher Partizipation untersucht wurden. Die Ergebnisse werden im Anschluss im Plenum diskutiert.
    Der zweite Teil des Dialogforums gibt den Teilnehmenden Raum zum offenen Austausch. In moderierten Kleingruppen können u.a. folgende Fragen diskutiert werden:
    • Welche Bedürfnisse haben lokale Initiativen?
    • Aus welchen Anlässen entstehen lokale Initiativen und Zusammenschlüsse?
    • Wie gestaltet sich das soziale Miteinander in den Initiativen? Gibt es Konflikte und wie werden diese ausgehandelt?
    • Welche Folgen haben diese Zusammenschlüsse für die Teilnehmenden, die Initiativen selbst und die Nachbarschaft?
    • Welcher Stellenwert wird den Initiativen in unserer Gesellschaft zugeschrieben?
    • Wie werden die Aktivitäten durch Verbände, Institutionen und kommunale Verwaltung aufgenommen? Welche Kooperationen werden eingegangen?
  • Neues ökonomisches Denken
    Im Panel wird es um die Perspektiven von sozio/ökonomischer Bildung im digitalen Zeitalter gehen. Der Themenbereich Neues ökonomisches Denken stellt hierzu Zwischenergebnisse aus laufenden, FGW-geförderten Forschungsprojekten vor.
    1. Begrüßung und Vorstellung des Themenbereiches durch Prof. Till van Treeck und Janina Urban
    2. Perspektiven von Open Educational Resources (OER) für die (sozio-)ökonomische Bildung an Schulen in NRW und in Deutschland, Dr. Maxilimian Heimstädt, Universität Witten-Herdecke

    3. Ein offenes Schulbuch für den (sozio-)ökonomischen Unterricht in der Sekundarstufe II, Julian Becker, Universität Duisburg-Essen
    — Pause —
    4. Beeinflussung und Manipulation in der ökonomischen Bildung. Hintergründe und Beispiele, Prof. Silja Graupe, Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues
    5. Exploring Economics – eine Online Lernplattform für plurale Ökonomik, Josephin Wagner, Jorim Gerrard und Daniel Obst, Netzwerk Plurale Ökonomik
  • Rechtspopulismus, soziale Frage & Demokratie
    Das Panel ist die Auftaktveranstaltung des neuen Themenbereichs und wird durch eine Standpunktdebatte der deutschsprachigen Forschungslandschaft gestaltet. Wissenschaftler_innen und Expert_innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen werden in kurzen Vorträgen ihre Perspektive aus der aktuellen Forschung zu Rechtspopulismus, -extremismus und zur Demokratie präsentieren und kritische Fragen diskutieren. Gleichzeitig wird der Raum geöffnet für Beiträge und Inhalte, die in der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex unterrepräsentiert sind.
    Die erste Session des Panels wird durch eine Debattenrunde unter der Leitfrage „Welche gesellschaftsrelevanten Fragen werden in den nächsten 5 Jahre in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und damit verbundenen politischen Orientierungen wie Bewegungen besonders wichtig sein?“ gestaltet. Vortragen werden Dr. Isabelle-Christine Panreck, Dr. Sebastian Kurtenbach, Nina Horaczek, Johannes Hillje, Prof.‘in Gudrun Hentges, Alexander Häusler, Marc Grimm, Dr. Maik Fielitz, Dr. Paula Diehl, Prof. Frank Decker, Dr. Zülfukar Çetin und Liane Bednarz. In der zweiten Session gibt es die Möglichkeit an vier Thementischen spezifische Teilbereiche der Debatte vertiefend zu diskutieren. Die abschließende Diskussion bieten sowohl den Raum für einen Austausch der Thementische als auch einer Auseinandersetzung mit übergreifenden Inhalten und wird von Prof. Andreas Zick und Lynn Berg moderiert.
  • Vorbeugende Sozialpolitik
    Der Themenbereich Vorbeugende Sozialpolitik stellt im Rahmen seines Panels Zwischenergebnisse aus laufenden, FGW-geförderten Forschungsprojekten vor:
    – Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey (IAQ, Universität Duisburg-Essen) berichtet aus dem Projekt „Kooperation von Akteuren vorbeugender Sozialpolitik – Eine Analyse am Beispiel der Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge (KAS)“
    – Prof. Dr. Andreas Schaarschuch und Prof. Dr. Gertrud Oelerich (Bergische Universität Wuppertal) berichten aus dem Projekt „Inanspruchnahme sozialer Dienstleistungen – Bedingungen, Konstellationen und Barrieren (InsoD)“
    Die Fachvorträge werden von Expert_innen aus Politik/Verwaltung und Zivilgesellschaft kommentiert und im Plenum zur Diskussion gestellt.
13.00 - 14.00 Mittagessen
Mittagessen
14.00 - 14.30 Eröffnung
  • Prof. Dr. Ute Klammer, IAQ – Universität Duisburg-Essen / FGW-Kollegium 
  • Ulrike Sommer, RuhrFutur / FGW-Kuratorium 
14.30 - 16.00 Keynote Speech
Demokratische Teilhabe in Zeiten der Partikularisierung

  • Prof. Dr. Armin Schäfer, Universität Osnabrück
16.00 - 16.30 Pause
Pause
16.30 - 18.00 Podiumsdiskussion
Soziale Desintegration und Rechtspopulismus

  • Ingrid Brodnig, Autorin des Sachbuchs „Hass im Netz“
  • Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW
  • Prof. Dr. Andreas Zick, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung / FGW-Kollegium
  • Moderation: Stephanie Rohde, WDR 5

Rechtspopulistische Bewegungen und Argumentationsmuster gewinnen in Europa und den USA laufend an Terrain. Parallel zu den Mainstream-Medien entsteht im Netz eine erhebliche Subkultur basieren auf Ressentiments, Fake News und offener Hetze gegen ethnische und religiöse Minderheiten sowie gegen Frauen und politisch Andersdenkende. Was sich online beobachten lässt, schlägt sich auch auf der politischen Bühne in Wahlerfolgen nieder. Dabei ergibt sich ein beachtenswerter Zusammenhang: In Nordrhein-Westfalen konnte die AFD, sowohl bei der Landtagswahl als auch bei der Bundestagswahl in jenen Gebieten überdurchschnittlich punkten, in denen Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung verdichtet auftreten. Ähnliche Befunde gelten für den Zulauf zum Rechtspopulismus in Frankreich und Österreich bei Wahlen in diesem Jahr, sowie für die US-Präsidentschaftswahl und das Brexit-Referendum im Vorjahr. Welche Rolle spielt die soziale Desintegration für das Voranschreiten des Rechtspopulismus? Handelt es sich primär um ein kulturelles Phänomen oder kann eine verstärkte soziale Integration dazu beitragen dem Rechtspopulismus den Nährboden zu entziehen? Welche Maßnahmen könnte die Politik ergreifen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken? Was kann die Landespolitik dazu beitragen?

18.00 - 19.00 Abendessen
Abendessen
21.00 Ausklang
Ausklang

Freitag, 24.11.2017

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08.30 - 09.30 Empfang / Check-In / Kaffeepause
Kaffeepause
11.00 - 11.30 Pause
Pause
13.00 - 14.00 Mittagessen
Mittagessen
14.00 - 15.30 Streitgespräch
Niedriglohnsektor, atypische Beschäftigung, Mindestlohn – wie integrativ ist der deutsche Arbeitsmarkt?

  • Dr. Hagen Lesch, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
  • Prof. Dr. Thorsten Schulten, Hans-Böckler-Stiftung
  • Moderation: Maja Brankovic, FAZ

Die letzten 20 Jahre brachten erhebliche Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt mit sich. Die Tarifbindung hat an Bedeutung verloren und ist in Westdeutschland von 76% im Jahr 1998 auf mittlerweile unter 60% zurückgegangen. Die Agenda 2010 und die Hartz IV Reformen bedeuten einen eruptiven Veränderungsschub am Arbeitsmarkt. Die Reformen trugen einerseits zu einer Reduktion der Arbeitslosigkeit bei, beförderten andererseits eine Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse sowie ein Anwachsen des Niedriglohnsektors. Mit 1. Januar 2015 trat ein Mindestlohn in Kraft der u.a. die Härten der großen Arbeitsmarktreformen abmildern sollte. Wie ist der arbeitsmarktpolitische Mix der letzten 20 Jahre einzuschätzen? Ist der deutsche Arbeitsmarkt aktuell zu stark oder zu wenig stark reguliert? Ist die derzeitige Regulierungslage am deutschen Arbeitsmarkt im Hinblick auf soziale und gesellschaftliche Integration eher förderlich oder hinderlich?

15.30 - 16.00 Verabschiedung
Verabschiedung

  • Prof. Dr. Till van Treeck Universität Duisburg-Essen / FGW-Kollegium