NRW-Dialogforum

Die Aufgabe des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) besteht in der Identifikation von gesellschaftspolitisch relevanten Forschungsfragen in Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Zivilgesellschaft, in der Förderung entsprechender Forschungsprojekte und im Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gesellschaft. Der Austausch zwischen den Akteursgruppen soll sich jedoch nicht auf die Dialogprozesse zur Entwicklung von Forschungsfragen beschränken, vielmehr möchte das FGW ein Forum für die Vernetzung von Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Zivilgesellschaft sein.

Das wichtigste entsprechende Veranstaltungsformat ist das NRW-Dialogforum, das 2017 vom 23. – 24. November unter dem Motto „Gesellschaftliche Weiterentwicklung in Zeiten der Partikularisierung“ stattfinden wird. Das NRW-Dialogforum fand 2016 zum ersten Mal statt und stellte konzeptionell eine Erweiterung der FGW-Jahrestagung 2015 dar. Aus 2015 werden im Rahmen des NRW-Dialogforums zwei zentrale Bausteine beibehalten: Erstens Plenarveranstaltungen, bestehend aus Keynotes, Streitgesprächen und Podiumsdikussionen und zweitens Panels, in denen sich die jeweilige Community aus den sechs einzelnen FGW Themenbereichen (Digitalisierung von Arbeit – Industrie 4.0, Integrierende Stadtentwicklung, Netzwerk Arbeitsforschung, Neues ökonomisches Denken, Rechtspopulismus, soziale Frage & Demokratie sowie Vorbeugende Sozialpolitik) trifft.

Neu sind seit 2016 die Tracks, die sich vor allem an Nachwuchskräfte richten, welche an einem strukturierten Austausch über die Akteursgruppen hinweg interessiert sind. Hierzu gehören einerseits Doktorand_innen und Post-Docs sowie andererseits Referent_innen z.B. in Ministerien, Parlamenten, NGOs, Interessensvertretungen oder Stiftungen. Im Jahr 2017 wurden die Trackleitungen erstmals ausgeschrieben und unter knapp 60 Einreichungen wurden sechs Tracks ausgewählt: Soziale Sicherung in individualisierten Gesellschaften; Partizipation, Inklusion und Interessenausgleich in nordrhein-westfälischen Stadtgesellschaften; Politische Partikularisierung und Rechtspopulismus; Postwachstum und Bildung des Gemeinsamen; Die Zukunft solidarischer Arbeitsgesellschaften; Rückeroberung des politischen Raums als Ort gesellschaftlicher Integration.

Neu ist 2017 auch, dass sich Teilnehmende mit eigenen Beiträgen für die Tracks anmelden konnten. Damit bestehen die Tracks aus Personen die einen eigenen Input leisten sowie aus Teilnehmenden die zuhören und mitdiskutieren. Die einzelnen Sessions innerhalb dieser Tracks verbringen die jeweils 15 bis 25 Teilnehmenden durchgängig gemeinsam.  Die Teilnehmenden können wählen, ob sie an den Plenarveranstaltungen, den Panels, den Tracks oder an der gesamten Konferenz teilnehmen.